Ich bin Susanne Witzig, zeitgenössische Künstlerin mit dem Schwerpunkt abstrakte Malerei. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über meinen Weg zur Kunst, meine künstlerische Entwicklung und die Gedanken, die meine Arbeit bis heute begleiten.
Mein Weg zur Kunst
Schon als Kind habe ich gemalt.
Farben habe ich nie nur gesehen – ich habe sie gefühlt.
Während andere gegenständlich malten, entstanden bei mir farbige, abstrakte Bildwelten. Doch dafür wurde ich nicht ermutigt. Im Gegenteil: Meine Arbeiten wurden belächelt, kritisiert und sogar vor der Klasse zerrissen.
Irgendwann hörte ich auf zu malen.
Nicht, weil die Freude daran verschwunden war, sondern weil ich gelernt hatte, mich anzupassen und nicht aufzufallen.
Viele Jahre stand die Kunst nicht mehr im Mittelpunkt meines Lebens. Stattdessen folgte ich einem Weg, der von Verantwortung, Leistung und dem Wunsch geprägt war, allen Erwartungen gerecht zu werden.
Erst viele Jahre später führte mich das Leben zurück zur Malerei.
In einer Zeit, in der körperliche und seelische Belastungen mich an meine Grenzen brachten, begegnete ich der Kunst erneut. Was als Teil eines therapeutischen Prozesses begann, wurde zu etwas viel Größerem.
Ich fand nicht nur zur Malerei zurück.
Ich fand zu mir selbst zurück.
Heute male ich aus derselben Intuition heraus, die mich schon als Kind begleitet hat.
Mit meinen Bildern erzähle ich von Veränderung, Vertrauen und der Kraft, den eigenen Weg zu finden – auch dann, wenn man ihn längst verloren glaubte.
Denn Kunst bedeutet für mich Freiheit.
Und vielleicht ist sie auch der Grund, warum ich heute endlich so sein kann, wie ich immer gemeint war.
„Heute
bin ich
endlich
so, wie
ich
immer
gemeint war.“
Mein künstlerischer Ansatz
Meine Arbeiten entstehen im Zusammenspiel von Intuition und bewusster Gestaltung.
Oft beginne ich ohne festen Plan und lasse Farben, Formen und Materialien ihren eigenen Weg finden. Im kreativen Prozess begegnen sich Offenheit und Komposition – Schritt für Schritt entsteht ein Bild, das seine eigene Sprache entwickelt.
Mich interessiert nicht die sichtbare Oberfläche der Dinge, sondern das, was darunter liegt: Erinnerungen, Emotionen, Resonanzen und innere Bewegungen.
So entstehen Werke, die Raum für eigene Entdeckungen und persönliche Interpretationen lassen.
Meine künstlerische Reise
❤️
Was mich bewegt
Kunst beginnt für mich dort, wo Worte an ihre Grenzen stoßen.
Jedes Bild entsteht aus einem Gefühl, einer Erinnerung oder einer Idee, die ihren Weg auf die Leinwand finden möchte.
Was daraus entsteht, entscheidet nicht allein meine Hand – sondern auch der Blick des Menschen, der das Bild betrachtet.
Und jeder Gedanke hat einen Anfang
Bevor meine Bilder eine eigene Sprache fanden,
gab es nur Neugier.
Den Wunsch, etwas auszudrücken, das sich nicht in Worte fassen ließ.
Rückblickend erkenne ich,
dass jede Werkserie ihren Ursprung in der vorherigen hatte.
Damals konnte ich das noch nicht sehen.
Heute erzählt jede Phase ein Stück dieser Reise
Als alles begann …
Ich habe nicht angefangen zu malen, weil ich Künstlerin werden wollte.
Ich habe angefangen zu malen, weil etwas in mir nach Ausdruck gesucht hat.
Es gab noch keine klaren Linien.
Keine geometrischen Strukturen.
Keine Ordnung.
So entstand meine erste Werkserie:
Flowing & Stakkato.
Werke der Serie Flowing & Stakkato finden Sie hier ⇒ Kunstwerke Flowing & Stakkato
Flowing & Stakkato
Alles begann mit Bewegung.
Nicht mit Bewegung, die man sehen konnte.
Sondern mit der Bewegung meiner Gedanken.
Mit dem Wunsch, etwas nach außen zu tragen, das lange keinen Ausdruck finden konnte.
Die Farben begannen zu fließen.
Manchmal ruhig.
Manchmal impulsiv.
Fast wie Musik.
Daher entstand der Name Flowing & Stakkato.
Diese Bilder waren intuitiv.
Frei.
Ungeordnet.
Sie kannten noch keine Geometrie.
Aber sie kannten bereits das Vertrauen.
Heute erkenne ich:
In ihnen lag bereits der Ursprung von allem, was später folgen sollte.
So auch die Serie „12 Jahreszeiten“
Werke der Serie „12 Jahreszeiten“ finden Sie hier ⇒ 12 Jahreszeiten
12 Jahreszeiten
Laut Kalender gibt es nur vier Jahreszeiten.
Für mich hat jeder Monat seinen ganz eigenen Charakter. Das Licht verändert sich. Die Farben verändern sich. Die Luft fühlt sich anders an. Selbst dieselbe Landschaft erzählt jeden Monat eine neue Geschichte.
Die Natur ist für mich ein Ort der Ruhe, der Kraft und der Zuversicht. Wenn ich draußen bin, ordnen sich meine Gedanken. Dort entstehen viele Ideen, lange bevor sie ihren Weg auf die Leinwand finden.
Aus dieser tiefen Verbundenheit entstand die Serie „12 Jahreszeiten“. Sie ist keine klassische Darstellung von Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Vielmehr erzählt jedes Bild von einem ganz besonderen Moment im Jahreslauf – von Stimmungen, Farben und Erinnerungen, die nur dieser eine Monat in sich trägt.
Vielleicht gibt es deshalb für mich nicht vier, sondern zwölf Jahreszeiten.
Jede hat ihre eigene Sprache.
Und jede erinnert mich daran, wie viel Schönheit in Veränderung liegt.
Werke der Serie „12 Jahreszeiten“ finden Sie hier ⇒ 12 Jahreszeiten
Übergang von den „12 Jahreszeiten“
Die Reise durch die zwölf Jahreszeiten endet nicht mit einem Abschluss, sondern mit einer Veränderung. Die Natur hatte mir gezeigt, dass nach jeder Phase des Wandels neues Leben entsteht. Auch in mir wurde es heller. Die Therapien wirkten, mein Körper gewann Kraft zurück und mit jedem Schritt kehrte ein Stück Leichtigkeit in mein Leben zurück.
Die Leichtigkeit des Seins
Diese kleine Serie entstand in einer Zeit, in der ich mich zum ersten Mal wieder frei fühlte. Nicht, weil alle Herausforderungen verschwunden waren, sondern weil ich begann, ihnen mit neuer Zuversicht zu begegnen.
Die Formen werden leichter, die Farben strahlender und die Kompositionen scheinen zu schweben. Kreise begegnen sich, finden zueinander und schaffen spielerische Verbindungen. Für mich sind sie Sinnbilder von Hoffnung, Vertrauen und Lebensfreude.
„Die Leichtigkeit des Seins“ erzählt von den Momenten, in denen man wieder durchatmen kann. Von dem Gefühl, getragen zu werden, ohne die Schwere der Vergangenheit zu vergessen. Es ist die Freude darüber, dass Heilung möglich ist – Schritt für Schritt.
Werke der Serie „Die Leichtigkeit des Seins“ finden Sie hier ⇒ Die Leichtigkeit des Seins
Wenn Harmonie dem Chaos weicht
Die Serie „Die Leichtigkeit des Seins“ entstand in einer Zeit, in der ich mich gesundheitlich immer mehr erholte und wieder Vertrauen ins Leben fasste. Doch gleichzeitig wurde immer deutlicher, dass ich meinen jahrzehntelang ausgeübten Beruf nicht mehr würde weiterführen können.
Mit dieser Erkenntnis verschwand von einem Tag auf den anderen vieles, was mein Leben über Jahre geprägt hatte: Struktur, Verantwortung, strategisches Denken, Präzision und das tägliche Funktionieren. Was im Außen plötzlich fehlte, begann meine Seele auf eine andere Weise zu suchen.
So entstand die Serie „Chaos & Symmetrie“.
Chaos & Symmetrie
In diesen Bildern begegnen sich Chaos und Ordnung. Linien, Kreise und geometrische Formen treten in einen Dialog mit freien, spontanen Farbflächen. Was zunächst ungeordnet erscheint, findet nach und nach seinen Platz.
Heute glaube ich, dass meine Kunst damals etwas sichtbar machte, das ich selbst erst viel später verstand. Die Geometrie war vielleicht der Versuch meiner Seele, die Struktur wiederzufinden, die mein Leben so lange bestimmt hatte. Nicht mehr im Beruf – sondern auf der Leinwand.
Aus dem anfänglichen Chaos entstand eine neue Form von Ordnung. Keine starre Ordnung mehr, sondern eine, die wachsen durfte, sich verändern konnte und Platz für Kreativität ließ. Genau darin liegt für mich die Harmonie.
Werke der Serie „Chaos & Symmetrie“ finden Sie hier ⇒ Chaos & Symmetrie
Wenn aus Chaos Harmonie entstehen darf
Auf den ersten Blick wirken meine Bilder manchmal lebendig, ungeordnet oder voller Gegensätze. Doch je länger ich mich mit ihnen beschäftige, desto mehr entsteht ein Miteinander. Farben finden ihren Platz, Linien verbinden sich und aus vielen einzelnen Elementen wächst eine Harmonie, die sich nicht planen lässt.
Genau dieser Prozess fasziniert mich. Ich beginne selten mit einem festen Ziel. Stattdessen lasse ich Raum für Überraschungen und vertraue darauf, dass jedes Bild seinen eigenen Weg findet.
Vielleicht liegt darin eine kleine Botschaft – nicht nur für meine Kunst, sondern auch für das Leben. Denn oft entstehen die schönsten Dinge genau dann, wenn wir den Mut haben, das Ungeplante zuzulassen und darauf zu vertrauen, dass aus scheinbarem Chaos etwas Neues wachsen darf.
Warum jedes Bild anders gesehen wird
Ich werde manchmal gefragt, was ein Bild darstellen soll.
Meine Antwort ist immer dieselbe:
Was sehen Sie?
Denn genau das macht Kunst für mich so besonders. Sie lebt nicht nur von dem, was ich auf die Leinwand bringe, sondern auch von dem, was der Betrachter darin entdeckt.
Jeder Mensch betrachtet ein Bild mit seinen eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühlen. Deshalb gibt es nicht die eine richtige Interpretation. Es gibt unzählige Möglichkeiten – und jede davon ist wertvoll.
Vielleicht spricht ein Bild heute auf eine ganz bestimmte Weise zu Ihnen. Und vielleicht entdecken Sie Monate oder Jahre später etwas völlig Neues darin.
Kunst verändert sich nicht. Unser Blick auf sie schon.
Wenn Gegensätze miteinander tanzen
Ich liebe den Moment, in dem scheinbare Gegensätze beginnen, miteinander zu harmonieren.
Eine leuchtende Farbe gewinnt durch einen ruhigen Hintergrund an Kraft. Eine klare Linie erhält ihren Ausdruck erst durch die Freiheit, die sie umgibt. Nichts steht für sich allein – alles tritt miteinander in Beziehung.
So entsteht für mich ein Bild. Nicht durch Perfektion, sondern durch Balance. Nicht durch Gleichheit, sondern durch das Zusammenspiel von Unterschieden.
Vielleicht erinnert uns die Kunst daran, dass auch das Leben nicht aus Gegensätzen besteht, die sich bekämpfen. Sondern aus Begegnungen, die einander bereichern.
Warum Perfektion mich nicht interessiert
Viele Menschen empfinden meine Bilder als präzise. Linien treffen aufeinander, Formen fügen sich zu einem harmonischen Ganzen und jedes Detail scheint seinen Platz zu haben.
Diese Genauigkeit ist Teil meiner Arbeit – aber sie ist niemals mein Ziel.
Was mich wirklich antreibt, ist die Freude am Entdecken. Ich beginne mit einer Idee, doch ich lasse dem Bild die Freiheit, sich zu entwickeln. Manche Linien entstehen spontan, Farben überraschen mich und nicht jeder Weg verläuft so, wie ich ihn mir vorgestellt habe.
Gerade diese unerwarteten Momente machen ein Werk für mich lebendig.
Vielleicht wirkt das fertige Bild vollkommen.
Der Weg dorthin war es nie.
Und genau das macht seine Echtheit aus.
Warum Präzision Freiheit braucht
Wer meine Bilder betrachtet, entdeckt oft zuerst die klaren Linien, die geometrischen Formen und die Präzision ihrer Komposition. Doch was auf den ersten Blick geplant wirkt, beginnt meist ganz anders.
Am Anfang steht keine fertige Vorstellung. Es sind Farben, Gedanken und ein Gefühl, das mich bewegt. Ich lasse Raum für das Unerwartete und vertraue darauf, dass sich das Bild Schritt für Schritt entwickelt.
Erst wenn die Idee ihren Platz gefunden hat, entsteht daraus Struktur. Linien verbinden, Formen ergänzen sich und aus der Freiheit des kreativen Prozesses wächst die Präzision, die am Ende sichtbar wird.
Für mich sind diese beiden Gegensätze untrennbar miteinander verbunden. Die eine braucht die andere.
Denn Präzision entsteht nicht trotz der Freiheit – sondern durch sie.
Ordnung entsteht nicht durch Kontrolle
Manchmal werde ich gefragt, ob ich jedes Detail meiner Bilder von Anfang an plane.
Die Antwort lautet: Nein.
Natürlich gibt es Linien, Formen und Entscheidungen, die bewusst entstehen. Doch bevor sie ihren Platz finden, darf vieles offen bleiben. Ich beobachte, probiere aus und lasse dem Bild die Freiheit, sich zu entwickeln.
Ordnung ist für mich deshalb kein starres Konzept. Sie entsteht aus dem Dialog zwischen Intuition und Präzision, zwischen Loslassen und bewusstem Gestalten.
Vielleicht liegt genau darin ihre besondere Kraft.
Nicht alles muss kontrolliert werden, damit Harmonie entsteht. Manchmal genügt es, aufmerksam zu sein und dem Prozess zu vertrauen.
Denn die schönste Ordnung ist oft die, die sich ganz natürlich entfaltet.
Vertrauen in das Chaos
Chaos macht vielen Menschen Angst.
Mir schenkt es Möglichkeiten.
Wenn ich vor einer leeren Leinwand stehe, weiß ich nie, wohin mich der Weg führen wird. Es gibt eine Idee aber keinen Plan, keine Richtung und keine Garantie dafür, dass jede Entscheidung die richtige sein wird.
Und trotzdem beginne ich.
Mit einer Farbe.
Mit einer Linie.
Mit einem ersten Gedanken.
Aus diesen kleinen Schritten entwickelt sich etwas, was sich zu Beginn noch nicht mal erahnen lässt.
Manchmal verändert das Bild meine ursprüngliche Idee. Manchmal fordert es mich heraus, neue Wege zu gehen und manchmal verliere ich ein Bild im Prozess. Genau dann beginnt für mich der spannendste Teil des Malens.
Ich habe gelernt, zu begreifen, dass man für manche Dinge einfach den passenden Zeitpunkt finden muss und dem Chaos zu vertrauen.
Nicht, weil es ungeordnet ist.
Sondern weil ich weiß, dass in ihm bereits alles verborgen liegt, was das Bild einmal werden möchte.
Vielleicht ist Chaos gar nicht das Gegenteil von Ordnung. Vielleicht ist es ihr Anfang.
"Kunst ist für mich kein Ziel. Sie ist ein Weg."
Ich habe nie versucht,
einen Stil zu finden.
Ich habe gelernt,
meiner Entwicklung zu vertrauen.
Jede Serie war notwendig,
damit die nächste entstehen konnte.
Vertrauen verändert den Blick
Als ich begann, dem Chaos wirklich zu vertrauen, hörte ich auf, es kontrollieren zu wollen.
Ich zog nicht mehr jede Linie und jedes Element zig fach nach. Ich ließ es einfach gut sein und begann stattdessen zuzuhören.
Mit jedem Bild wurde deutlicher, dass das Chaos keine Unordnung ist. Es besitzt eine eigene Logik. Eine innere Ordnung, die erst sichtbar wird, wenn man ihr Zeit gibt.
Plötzlich entstanden Beziehungen zwischen Formen, Farben und Räumen, die zeigen, dass das Wesentliche nicht immer dort liegt, wo es am deutlichsten sichtbar ist. Sondern in dem, was still im Hintergrund wirkt und uns trotzdem trägt.
Alles entwickelt sich aus dem Prozess heraus.
Ich muss nichts erzwingen.
Ich muss es nur erkennen.
Wenn Formen beginnen zu antworten
Mit der Zeit geschah etwas Unerwartetes.
Die einzelnen Elemente standen nicht länger nur nebeneinander.
Sie begannen miteinander zu kommunizieren.
Linien reagierten auf Linien.
Farben beeinflussten Farben.
Flächen zogen sich an oder stießen sich ab.
Es entstand Resonanz.
Und genau aus dieser Resonanz entwickelte sich etwas Neues.
Eine zunehmende Verdichtung.
Nicht als Ziel.
Sondern als natürliche Folge.
Von "Chaos & Symmetrie" zu "Zwischen Resonanz und Verdichtung"
Manchmal verändert sich eine Serie nicht, weil ich es plane. Sie verändert sich, weil die Bilder selbst eine neue Richtung vorgeben.
Als ich an Chaos & Symmetrie arbeitete, ging es um die Balance zwischen Gegensätzen. Ordnung und Zufall begegneten sich. Linien, Flächen und Farben fanden ihren Platz – manchmal im Gleichgewicht, manchmal bewusst dagegen.
Mit jedem neuen Bild geschah jedoch etwas Unerwartetes.
Die einzelnen Formen begannen, stärker miteinander zu kommunizieren. Sie standen nicht mehr nur nebeneinander, sondern beeinflussten sich gegenseitig. Zwischen ihnen entstand eine Spannung, eine Resonanz.
Je länger ich diesen Dialog beobachtete, desto dichter wurden meine Kompositionen.
Nicht lauter.
Nicht chaotischer.
Sondern konzentrierter.
So entstand nach und nach eine neue Bildwelt.
Werke der Serie „Zwischen Resonanz & Verdichtung“ finden Sie hier ⇒ Zwischen Resonanz & Verdichtung“
Warum ich meine Bilder zeige
Lange Zeit habe ich gedacht, dass meine Bilder vor allem etwas über mich erzählen.
Heute weiß ich, dass sie ihre eigene Geschichte beginnen sobald sie mein Atelier verlassen und in einer Galerie oder Ausstellung zu sehen sind.
Sobald ein Bild mein Atelier verlässt, gehört es nicht mehr nur mir. Es begegnet Menschen mit ihren eigenen Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühlen. Jeder betrachtet es auf seine ganz persönliche Weise – und genau darin liegt für mich die größte Freiheit der Kunst.
Wenn meine Bilder in einer Galerie oder Ausstellung hängen, geht es mir nicht darum, gesehen zu werden.
Ich wünsche mir vielmehr, dass sich Menschen in ihnen wiederfinden.
Dass sie stehen bleiben.
Einen Moment innehalten.
Vielleicht lächeln.
Vielleicht nachdenklich werden.
Vielleicht etwas fühlen, das sie gar nicht erwartet haben.
Denn genau dann beginnt für mich das eigentliche Leben eines Bildes.
Ein und dasselbe Kunstwerk kann Trost schenken, Hoffnung wecken, Fragen stellen oder einfach nur Freude bereiten. Und jedes dieser Gefühle ist richtig. Kunst muss nicht erklärt werden. Sie darf berühren – auf ganz unterschiedliche Weise.
Deshalb bedeutet es mir so viel, meine Arbeiten in Galerien und Ausstellungen zu zeigen. Nicht, weil sie dort an einer Wand hängen, sondern weil dort Begegnungen entstehen.
Begegnungen zwischen Menschen.
Zwischen Gedanken.
Und manchmal auch zwischen einem Bild und einem Gefühl, das vielleicht lange keinen Namen hatte.
In solchen Momenten wird Kunst für mich zu einer Sprache, die keine Worte braucht.
Ein Bild ist für mich erst dann vollständig, wenn ein Mensch davor stehen bleibt und seine eigene Geschichte darin entdeckt.
Eindrücke zu meinen bisherigen Ausstellungen finden Sie hier ⇒ Ausstellungen