Acryl auf Leinwand
100 x 100 x 1,6 cm
Unikat
Januar 2026
„Im Rahmen des Möglichen“
…ein Werk, welches im Hintergrund ein emotionales Grundrauschen aus warmen Gelb- und Orangetöne bildet, die diffus schweben und flimmern…sie tragen das, was vor jeder Ordnung existiert…Gedanken, Gefühle, innere Impulse. Die Formen liegen auf diesem Feld, werden von ihm gehalten und gleichzeitig in Spannung gesetzt…in diesem lebendigen, unsteten Raum entsteht Stabilität, die nie statisch, sondern immer im Prozess ist. Die vielen Dreiecke erzeugen ein System aus Bewegung, Ordnung und Spannung. Sie stehen für Orientierung, Halt und Struktur, sind aber nicht starr…sie überlagern sich, stoßen aneinander, verändern ihre Wirkung durch Farbe, Größe und Position…die Kreise bringen Rhythmus und Lebendigkeit, sie schwingen zwischen den Dreiecken, brechen auf, verbinden oder stehen für wiederkehrende Gedanken und Gefühle. Die Kombination dieser Elemente schafft ein Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Unruhe, zwischen Ordnung und Chaos…ein Bild, das gleichzeitig stabil und in Bewegung ist. Einen visuellen und inhaltlichen Schwerpunkt des Werks bilden für mich der runde geschlossene neonfarbene Kreis mit dicker roter Umrandung in der Spitze des blauen Dreiecks sowie der neon-orangene Halbkreis, welcher die Spitze des Dreiecks markant umschließt. Während der Kreis im Dreieck wie ein innerer Kern wirkt, der in der Spitze des Dreiecks nahezu dominant und starr seinen Platz behauptet, bleibt der Halbkreis offen…unvollständig und vor allem verletzlich…er widersetzt sich der Ordnung und fordert Aufmerksamkeit…Beide Elemente zeigen deutlich die Ambivalenz zwischen Chaos und Ordnung…zwischen Freiheit und Begrenzung…zwischen Kontrolle und inneren Impulsen. Spannend wird die persönlichen Entwicklung bei der Betrachtung des großen roten Dreiecks, welches mit der Spitze anders als in meinen bisherigen Werken nicht nach oben, sondern nach unten zeigt. Es wirkt schwerer, erdender und körperlicher. Das Dreieck…es symbolisiert für mich in erster Linie Stabilität aber hier entsteht sie nicht durch Aufstieg, sondern durch Halten…Tragen und Aushalten…das Rot verstärkt diesen Eindruck…es zeigt, dass diese Stabilität nicht neutral ist, sondern emotional getragen wird und Spannung in sich trägt. Hier geht es mal nicht um Höher, Weiter, Schneller…hier geht es hier um Erdung und darum, Grenzen bewusst zu akzeptieren und im hier und jetzt zu bleiben. Insgesamt betrachtend zeigt das Bild meinen inneren Zustand…Stabilität, die nicht selbstverständlich ist, Bewegung, die gleichzeitig Halt braucht, und Ordnung, die nur im Spannungsfeld von Chaos und Kontrolle entsteht. Das Werk verhandelt die Grenzen von Struktur, den Dialog zwischen Freiheit und Begrenzung, zwischen Kontrolle und innerem Impuls Dies verdeutlicht und verstärkt die Farbgestaltung der einzelnen Elemente…Blau wirkt kühl, analytisch, strukturierend…Rot trägt Energie, Präsenz und Intensität…Gelb und Orange schaffen Wärme, Bewegung und emotionale Tiefe. Helle Flächen öffnen Zwischenräume, in denen nichts abgeschlossen ist, alles möglich bleibt.
Alles bleibt
im Rahmen des Möglichen –
nicht aus Schwäche,
sondern aus Erkenntnis.
