Die leise Verdichtung

Informationen zum Kunstwerk

Acryl auf Leinwand

5 x 60 x 80 x 1,3 cm

Pentaptychon

Unikat

Die leise Verdichtung

Ich habe diese Arbeiten nicht geplant.
Ich habe angefangen – und bin geblieben.

Wie immer wusste ich nicht, was entsteht.
Ich habe mich wie bei all meinen Werken treiben lassen

Habe Linien gesetzt, Formen entstehen lassen,
habe reagiert auf das, was schon da war.

In meinen früheren Arbeiten war vieles offener.
Kreise, Wellen, fließende Bewegungen –
viele Formen, die sich verbinden konnten, ohne sich festzulegen.

In dieser Serie hat sich etwas verändert.
Die Linien sind klarer geworden.
Die Formen richten sich aus.
Beziehungen entstehen nicht mehr nur, sie verlangen etwas.

Es geht weniger um Ausbreitung,
mehr um Verdichtung.
Weniger um Bewegung,
mehr um den Moment, in dem sich alles entscheidet.

Meine bisherigen Bilder waren leicht.
Offen, fast spielerisch.
Diese hier sind enger, stiller, dichter.

Es gab Momente, in denen ich aufhören wollte,
weil es „gut“ war und weil es nicht „gut“ war.

Ich wusste nicht, reicht das? Ist das alles, was mein Bild füllt?

Ist das alles, was meine Seele zu sagen hat?

Und gleichzeitig war da dieses leise Gefühl:
Da ist noch etwas.

Das Schwierigste war nicht das Malen,
sondern das Aushalten.
Nicht sofort aufzulösen,
nicht zurückzugehen,
sondern dort zu bleiben, wo es unsicher wird.

Die Serie „Die leise Verdichtung“ ist für mich eine Bewegung:
vom Entstehen zum Entscheiden.
Von einem offenen Raum
zu einem Punkt, an dem etwas klar wird.

Das letzte Bild war eigentlich nicht geplant gewesen.
Ich wusste nur: Es fehlt noch etwas.
Und ich musste ihm folgen.

Vielleicht geht es in diesen Arbeiten nicht nur um das,
was zu sehen ist.
Sondern um das, was passiert,
wenn man sich selbst nicht mehr ausweicht.

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