Acryl auf Leinwand
Quadriptichon 4 x 60 x 80 x 1,5 cm
Entstehungszeitpunkt März 2026
Wenn es still wird
- Ansatz
- Expansion
- Fügung
- Klarheit
Diese Arbeiten sind nicht aus einem neuen Gedanken entstanden.
Sie sind aus dem geblieben, was vorher da war.
In der Serie „Die leise Verdichtung“ ging es darum, auszuhalten.
Weniger zuzulassen, ohne zu wissen, ob es trägt.
Die Formen wurden klarer, die Bilder ruhiger –
und gleichzeitig entstand die Frage, ob das genug ist.
Ich habe nicht gewusst, wohin sich das entwickelt.
Ich habe nur gemerkt, dass ich nicht zurück kann.
In dieser neuen Serie ist etwas anders.
Nicht, weil ich etwas verändert habe,
sondern weil sich mein Blick verändert hat.
Die Reduktion ist nicht mehr unsicher.
Sie muss sich nicht mehr beweisen.
Sie ist einfach da.
Die Linien wirken klarer,
nicht weil sie strenger sind,
sondern weil sie für sich stehen können.
Farben treten zurück oder nach vorn,
ohne dass ich sie ausgleichen muss.
Die Beziehungen entstehen,
ohne dass ich sie erzwingen muss.
Was vorher offen war,
beginnt sich zu ordnen.
Nicht sichtbar als System,
sondern spürbar als Zusammenhang.
Ich arbeite noch immer auf die gleiche Weise.
Ich beginne ohne Plan.
Ich reagiere auf das, was entsteht.
Aber etwas hat sich verschoben.
Ich zweifle weniger daran,
ob es reicht.
Ich erkenne eher,
wann etwas stimmt.
„wenn es still wird“ beschreibt keinen Zustand,
der hergestellt wird.
Es ist eher der Moment,
in dem der Zweifel leiser wird
und etwas anderes hörbar wird.
Vielleicht geht es auch hier nicht nur um das,
was zu sehen ist. Sondern um das, was passiert,
wenn man nicht mehr gegen das arbeitet,
was sich zeigen will




